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Maskat - hinter den Vulkanfelsen der Omanischen Metropole

Updated: Apr 7


Reisen sind derzeit leider schwierig oder gar nicht möglich. Hoffentlich können wir mit diesem Oman Reiseblog das Fernweh mit ausgesuchten Reiseberichten und amüsanten Reiseanektdoten zumindest etwas lindern.

Entdeckungsdrang und Abenteuerlust dienten als Motivation für eine außergewöhnliche Tagestour inmitten der 1,5 Millionen Einwohner Metropole Maskat. Und dennoch: Das Gefühl, sich in absolut unberührter Natur zu befinden, machte sich mehr als einmal bemerkbar. Die vollkommene Stille, nur unterbrochen von Vogelgezwitscher und fallweisen Windböen, ist unerwartet. Man befindet sich lediglich hinter den dunkelbraunen Felsen, die Maskat und Muttrah umgeben. Einen "Steinwurf entfernt" von der Zivilisation also, im wahrsten Sinne des Wortes.

Für alle, die eine Stadt oder ein Reiseland gerne "bewandern", empfehlen wir diesen 2,5 bis 3 Stunden dauernden Rundgang: von der Muttrah Festung bis zum Sultanspalast, abseits bekannter Pfade über die Vulkanfelsen von Maskat. Ausgerüstet mit komfortablen Wanderhalbschuhen beginnt unsere Tour mit dem Aufstieg zur Festung von Muttrah. Ein herrlicher Rundblick über die Bucht, den Hafen und den Ozean erstreckt sich. Die Festung wieder verlassend absolvieren wir einen Anstieg von etwa 150 Höhenmetern auf einem breiten Wanderweg, immer der gelbroten Markierung folgend. Nach einer halben Stunde Gehzeit erreichen wir eine Art Pass und folgen der Wegemarkierung nach "Old Muscat". Ein Blick zurueck in den Hafen enthüllt die beeindruckenden Dimensionen der majestätischen Jacht des Sultans, welche prominent im Hafen liegt.

Im gebirgigen Hinterland führt der Weg über Wiesen und Felsen weiter Richtung Maskat. Spannend wird es beim Durchklettern einer kleinen Schlucht, was die Tour aber erst kurzweilig macht. Die Belohnung folgt sogleich mit einem traumhaften Blick zum überdimensionalen Weihrauch Brenngefäß, welches im Riyam Park auf dem Felsen thront. Im Hintergrund zu sehen ist der Golf von Oman . Ein letzter kleiner Grat ist zu überwinden und schon beginnt der Abstieg durch ein sogenanntes "Wadi".Als Wadis bezeichnet man Wasserläufe und Flusstäler, die meist trocken sind und nur bei Regen Wasser führen. Sobald der steinige Abstieg bewältig ist, kommt man an einer Art Gebirgswiese mit vereinzelt wachsenden halbmeterhohen Gräsern vorbei. Nach ergiebigen Regenfällen erscheinen diese in frischem Grün, meist aber in verblichenem Hellgelb. Immer weiter der Markierung folgend, erreichen wir die ersten Häuser. Wir durchwandern, wieder in der Zivilisation angelangt, den alten Stadtteil von Maskat. Vorbei an Resten der alten Stadtmauer und Wachtürmen gelangen wir bis zu den Toren des Sultanspalastes in der Bucht von "OldMuscat".

Man spricht von "Old Muscat" als einem der ältesten Stadtteile von Maskat und vermeidet damit den Begriff Altstadt. Das wäre nämlich verwirrend, da es heute in diesem Stadtteil fast ausschließlich neue Gebäude gibt und eigentlich nichts mehr alt ist. Eine Ausnahme ist die Moschee am Parkplatz vor dem Sultanspalast, welche das wohl älteste Gebäude dort ist. Selbst diesem kennt man das Alter nicht an, es wurde bereits mehrmals renoviert.


Da wir diese Wanderung von Muttrah nach Maskat erst am späteren Nachmittag starteten, bot sich uns auf dem Rückweg ein abschliessender Höhepunkt: Ein stimmungsvoller Blick vom Riyam Pass über Maskat bei Nacht mit den beleuchteten Lehmfestungen Jalali und Mirani und dem Sultanspalast.


Blog verfasst von: Marion Reschreiter Photos: Marion Reschreiter


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